Wege aus der Zwangsverheiratung - Prävention und Hilfen in Schleswig-Holstein


 
 

Fachveranstaltung am 1. Juli 2008 in Neumünster


 
 

In Fachkreisen, den Frauen- und Mädchenhilfsorganisationen, Schulen, Jugendämtern und Migrationsberatungsstellen ist "Zwangsverheiratung" schon lange ein Thema von beträchtlicher praktischer Bedeutung. Mädchen und junge Frauen suchen Rat, weil sie nicht gegen ihren Willen verheiratet werden wollen. Bei anderen Frauen zeigt sich im Laufe der Beratung oder Betreuung, dass sie zwangsverheiratet wurden und nun unter den Folgen eines nicht selbstbestimmten und oft von Unterdrückung und Gewalt begleiteten Lebens leiden.

In den letzten Jahren sind die vielfältigen Probleme, die mit Zwangsverheiratungen verbunden sind, durch Frauenrechtsorganisationen stärker in das Blickfeld der öffentlichen Wahrnehmung und Diskussion gerückt worden. Der Gesetzgeber hat hierauf mit Gesetzesänderungen im Bereich des Strafrechts und des Aufenthaltsrechts reagiert. Weitere gesetzliche Änderungen sind in der Diskussion.

Auf der Fachveranstaltung soll auf die bestehenden und geplanten gesetzlichen Regelungen eingegangen werden. Ebenso wichtig wie die Kenntnisse der Gesetzeslage, ist die Frage, wie in der Praxis effektive Unterstützung unter den gegebenen Rahmenbedingungen aussehen kann und sind Konzepte zur Prävention von Zwangsverheiratung.

Diesen Fragen soll mit MultiplikatorInnen aus Frauenfachstellen, Mädchenhäusern, Migrantenorganisationen, Migrationssozialberatungsstellen, Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen sowie Betroffenen nachgegangen werden.

ReferentInnen aus unterschiedlichen Bereichen, Frauenhilfsorganisationen, Politik, Verwaltung sowie betroffene Frauen sind eingeladen, ihre Sicht zur Zwangsverheiratung und die sich hieraus ergebenden Konsequenzen und Forderungen an Verwaltung und Politik vorzustellen.

Die Tagung findet am 1. Juli 2008 1. Juli 2008, 9:30 bis 17:00 Uhr in Neumünster, Die Veranstaltung steht unter Schirmherrschaft der Ministerin für Bildung und Frauen Ute Erdsiek-Rave.

Anmeldungen über

Frauenhaus Kreis Plön,
Postfach 339, 24207 Preetz
oder
frauenhauskreisploen@t-online.de
oder
Fax: : 04342 - 82811

(pb)

 
 
 
 
 
 
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